Gedankenkarussell stoppen: Wie du die Kraft deiner Emotionen lenkst | Verena Christian

Gerade jetzt, wo ich dir von der enormen Kraft unserer Emotionen berichten möchte, scheint mein Kopf zu streiken. Nichts ist drin, was mir brauchbar erscheint. Alles, was ich weiß und auch glaube zu leben, hat sich irgendwie verflüchtigt. Gähnende Leere tut sich auf und ich beginne an meiner Intelligenz zu zweifeln. Ist es das Alter? Leide ich an «Hirnschwund»? 

Es ist nicht das erste Mal, dass mir genau dies passiert. Innerer Druck baut sich auf, ich zweifle an mir und das Gedankenkarussell beginnt sich zu drehen. Ich ärgere mich und frage mich: Wieso sitze ich hier und vertue meine Zeit? 

Kennst du das auch? Dieses endlose Grübeln, das dich gefangen hält? Gerade hochsensible Menschen kennen dieses Phänomen nur zu gut. Die Gedanken kreisen, das Kopfkino läuft auf Hochtouren und du kommst einfach nicht zur Ruhe. 

Heute zeige ich dir, wie du das Gedankenkarussell stoppen kannst, indem du vom Denken ins Fühlen kommst. 

Läuft dein Kopfkino auf Hochtouren? 

Gerade für hochsensible Menschen ist es schwierig, aus dem Denken ins Fühlen zu kommen. Die Reizüberflutung des Alltags lässt das Gedankenkarussell oft erst richtig Fahrt aufnehmen. 

In meinem Online-Coaching (schweizweit) oder der Einzelbegleitung (Region Bern/Seeland) zeige ich dir, wie du die Stopp-Taste drückst und wieder zu innerer Ruhe findest.

 

 

Raus aus dem Kopf: Vom Denken zum Fühlen 

Es wäre jetzt sehr verlockend, dem Geplapper meines Kopfes noch länger nachzuhängen. Damit zu hadern, dass mir nichts Brauchbares einfallen will. Doch dadurch würde mein Stresspegel nur noch mehr ansteigen. 

Um das Gedankenkarussell zu stoppen, gibt es nur einen Weg: Raus aus dem Kopf, rein in den Körper. 

Gerade im richtigen Moment gelingt es mir, meine Aufmerksamkeit von meinen Gedanken hin zu meinen Empfindungen zu lenken. Ich nehme meinen Körper wahr. Der Druck auf meiner Brust hat sich in den letzten 10 Minuten merklich verstärkt. Ihm wende ich mich zu, atme und nehme ihn einfach nur wahr. 

Ganz bewusst fühle ich den Stress in mir, anstatt ihn zu analysieren. Das ist der Schlüssel, um Gedankenkreise zu durchbrechen 

Die Magie des Fühlens: Wie sich Blockaden lösen 

Was jetzt passiert, ist völlig unspektakulär und doch fühlt es sich an wie Magie. Indem ich mich auf meinen Körper konzentriere, lenke ich automatisch meine Gedanken. Sie werden ruhiger und verlieren ihre Kraft. 

Der Druck auf meiner Brust wird schwächer, der Stress lässt nach. Es ist, als ob jemand ganz sachte einen Schalter von rot auf grün stellen würde. Mein innerer Stress hat so viel blockiert, nun beginnt es wieder zu fliessen. Ich fühle mich viel freier, spüre Zuversicht und bin wieder im Fluss. 

Wieder einmal bin ich überrascht, wie schnell sich unangenehme Gefühle, sei das Stress, Angst, Wut oder Unzufriedenheit auflösen, wenn wir sie zulassen. Kein Ablenken, kein Davonrennen. 

Das ist Emotionen regulieren in der Praxis: Nicht gegen sie ankämpfen, sondern sie bewusst fühlen. 

Warum Hochsensible besonders vom Gedankenkarussell betroffen sind 

Vielleicht fragst du dich: Warum grüble ich so viel mehr als andere? Warum kann ich meine Gedanken nicht einfach abschalten? 

Wenn du hochsensibel bist, nimmst du mehr wahr und verarbeitest tiefer. 

Hochsensible Menschen erleben: 

Reizüberflutung: Mehr Eindrücke, die verarbeitet werden müssen 

Emotionale Intensität: Gefühle sind stärker und länger spürbar 

Tiefes Nachdenken: Du reflektierst mehr, hinterfragst mehr 

Schwierigkeit abzuschalten: Das Gedankenkarussell dreht sich auch nachts weiter 

Das ist keine Schwäche, es ist eine Sensibilität, die auch Stärken mit sich bringt. Doch ohne die richtigen Werkzeuge kann diese Gabe zur Belastung werden. 

Die gute Nachricht: Gerade hochsensitive Menschen profitieren besonders von Techniken, die das Gedankenkarussell stoppen, weil sie so gut spüren können, was in ihrem Körper vorgeht. 

 

Mehr über Hochsensibilität und Selbstakzeptanz erfährst du hier. 

Warum wir unangenehme Gefühle oft verdrängen 

Gefühle sind Energien in unserem Körper. Sie wollen fliessen. Angenehme Emotionen bereichern unser Leben, sie zuzulassen fällt uns leicht. 

Wie aber gehst du mit deinen unangenehmen Emotionen um? Diese Energie fühlt sich oft heftig oder träg an. Deshalb neigen wir dazu, sie zu verdrängen oder uns abzulenken. 

Doch genau das hält das Gedankenkarussell am Laufen. 

Ich kann dir versichern: Du beginnst, die Kraft deiner Gedanken und Emotionen erst dann zu lenken, wenn du erkennst, wozu sie da sind. 

Gefühle verdrängen = Gedankenkarussell füttern Gefühle zulassen = Gedankenkarussell stoppen 

Gefühle als Wegweiser: Was sie dir sagen wollen 

Unangenehme Gefühle sind keine Feinde. Sie sind subtile “Reminder”, die dir aufzeigen, wie du selbst oder andere mit dir umgehen. 

Sie machen dich darauf aufmerksam, wenn: 

– Du gegen dich selbst denkst oder handelst 

– Du dir selbst Druck machst oder dich verurteilst 

– Andere deine Grenzen überschreiten oder dich nicht respektieren 

– Du dich überfordert fühlst (besonders bei Hochsensibilität!) 

– Du Selbstfürsorge vernachlässigst 

Nimm diese Gelegenheit wahr! Lenke deine Gedanken ganz bewusst auf die Botschaft hinter dem Gefühl. 

Statt zu grübeln “Warum fühle ich mich so?”, frage: “Was will mir dieses Gefühl sagen?” 

3 bewährte Schritte, um das Gedankenkarussell sofort zu stoppen 

Wenn du merkst, dass du wieder im Kopf feststeckst und das Grübeln nicht aufhört, probiere diese bewährte Übung: 

Schritt 1: STOPP sagen 

Sag laut oder innerlich “Stopp”, wenn du merkst, dass du grübelst. 

Warum das funktioniert: Du unterbrichst das Gedankenmuster bewusst. Dein Gehirn bekommt ein klares Signal: “Wir hören jetzt auf zu denken und fangen an zu fühlen.” 

Konkret: Klatsche in die Hände oder stampfe mit dem Fuss auf, das verstärkt den Effekt. 

Schritt 2: Körper-Scan machen 

Wo im Körper spürst du den Druck? Im Bauch? In der Brust? Im Hals? In den Schultern? 

Warum das funktioniert: Du lenkst deine Aufmerksamkeit vom Kopf in den Körper. Das Gedankenkarussell verliert automatisch an Kraft. 

Konkret: Schliesse die Augen und scanne deinen Körper von oben nach unten. Wo ist Anspannung? Wo ist Druck? 

Schritt 3: Bewusst atmen und fühlen 

Atme genau in diese Stelle hinein. Versuche nicht, es wegzumachen. Sag dem Gefühl: “Du darfst da sein.” 

Warum das funktioniert: Indem du das Gefühl zulässt, kann es sich auflösen. Widerstand hält es fest, Akzeptanz lässt es fliessen. 

Konkret: Atme 5-10 tiefe Atemzüge in die Stelle, wo du den Druck spürst. Beobachte, wie er sich verändert. 

Diese 3 Schritte sind besonders wirksam für hochsensible Menschen, weil sie eine feine Körperwahrnehmung haben. Nutze deine Sensibilität als Stärke! 

Achtsamkeit als Schlüssel zur inneren Ruhe 

Was ich dir gerade beschrieben habe, ist im Kern Achtsamkeit: Die bewusste Wahrnehmung dessen, was gerade ist, ohne es zu bewerten oder zu verändern. 

Achtsamkeit hilft dir: 

Negative Gedanken zu erkennen, bevor sie sich verselbstständigen 

– Aus dem Grübeln auszusteigen 

Emotionen zu regulieren, statt von ihnen überwältigt zu werden 

– Zu innerer Ruhe zu finden, auch im Alltag 

Für hochsensible Menschen ist Achtsamkeit besonders wertvoll, weil sie hilft, die vielen Reize zu sortieren und nicht in Überforderung zu geraten. 

Du musst nicht meditieren oder stundenlang üben. Schon 3 bewusste Atemzüge können das Gedankenkarussell unterbrechen. 

Gedankenkarussell stoppen: Häufige Fragen (FAQ’s)

Wie stoppe ich das Gedankenkarussell? 

Das Gedankenkarussell stoppen gelingt durch: (1) STOPP sagen (Muster unterbrechen), (2) Körper-Scan (vom Kopf in den Körper), (3) Bewusst atmen und fühlen (Gefühle zulassen). Der Schlüssel ist, vom Denken ins Fühlen zu kommen. 

Warum grüble ich so viel? 

Grübeln entsteht oft, wenn wir unangenehme Gefühle verdrängen. Statt sie zu fühlen, denken wir über sie nach und das Gedankenkarussell dreht sich. Hochsensible Menschen grübeln mehr, weil sie tiefer verarbeiten und mehr Reize wahrnehmen. 

Was hilft gegen negative Gedanken? 

Negative Gedanken verlieren ihre Kraft, wenn du sie nicht bekämpfst, sondern nur beobachtest. Lenke dann deine Aufmerksamkeit auf die Empfindung, die der Gedanke in deinem Körper auslöst. Achtsamkeit hilft, Gedanken zu erkennen, ohne ihnen zu folgen. 

Wie finde ich innere Ruhe als hochsensibler Mensch? 

Innere Ruhe entsteht, wenn du lernst, Emotionen zu regulieren und Reizüberflutung zu vermeiden. Für hochsensible Menschen ist es wichtig, regelmässig Pausen zu machen.

Grenzen zu setzen und Selbstfürsorge zu praktizieren. Achtsamkeit und Körperwahrnehmung sind dabei Schlüssel. 

 

Erfahre mehr über Selbstliebe in der Beziehung 

Lies auch: Wie du lernst, für dich einzusetzen 

Fazit: In Kontakt mit dir selbst kommen 

Nicht das Erleben von unangenehmen Emotionen schadet dir, sondern das Verdrängen. Wenn du lernst, alle deine Gefühle zu fühlen, wirst du lebendiger, authentischer und gesünder. 

Das Gedankenkarussell stoppen bedeutet nicht, nie wieder zu denken, sondern zu wählen, wann du denkst und wann du fühlst. 

Gerade als hochsensibler Mensch hast du eine besondere Gabe: Du spürst mehr, nimmst mehr wahr, fühlst tiefer. Nutze diese Sensibilität als Stärke, indem du lernst, deine Gedanken und Emotionen bewusst zu lenken. 

Möchtest du lernen, die Kraft deiner Gedanken und Emotionen zu nutzen? 

Möchtest du lernen, die Kraft deiner Gedanken und Emotionen so zu nutzen, dass du dich freier fühlst? Möchtest du das Gedankenkarussell stoppen und zu mehr innerer Ruhe finden? 

Egal ob im Online-Coaching (bequem von zu Hause, schweizweit) oder persönlich in meiner Einzelbegleitung  (Region Bern/Seeland): Ich unterstütze dich dabei, deine Hochsensibilität als Stärke zu nutzen und in deine Kraft zu kommen.

Gemeinsam finden wir Wege, wie du das Gedankenkarussell stoppst und deine Emotionen lenkst, statt von ihnen gelenkt zu werden. 

Lass uns in einem kostenfreien Erstgespräch klären, was dich bewegt.

– online oder Telefon
– ca. 30 Minuten

 

 

 

Ganz herzlich
Verena

 

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